Von Anarchie bis Ziviler Ungehorsam - Klimacamp präsentiert buntes Programm
Vom 02.06. bis zum 07.06. findet im Wittelsbacher Park in Augsburg ein Klimacamp statt, bei dem alle Teilnehmenden in einem vielfältigen Workshop-Programm über Klimagerechtigkeit lernen und Handlungsmöglichkeiten sowie Protestmethoden diskutieren können. Mit dem Camp setzen sich die Aktivist*innen für einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energien und für eine nachhaltige und sozial gerechte Energie- und Mobilitätswende ein.
“Die Mehrheit der Menschen wünscht sich mehr Klimaschutz, aber die aktuelle Bundesregierung rund um Katharina Reiche und Friedrich Merz verfehlt die Klimaziele. Sie handeln im Interesse fossiler Konzerne und verbrennt damit unsere Zukunft. Wir schauen dabei nicht tatenlos zu, sondern kommen im Klimacamp zusammen um Protestmethoden zu diskutieren und für eine klimagerechte Politik aktiv zu werden.” erklärt Felix Strobel.
Das Klimacamp soll ein Ort für gemeinsames Lernen und zivilgesellschaftliches Engagement für Klimagerechtigkeit sein. Das öffentliche Programm ist auch für Menschen ohne Vorwissen geeignet und damit ein guter Einstieg in politisches Engagement. Jeden Tag gibt es mehrere Workshops, die von klimaaktiven Gruppen aus Augsburg und der Region veranstaltet werden. So sind beispielsweise neben den Scientists for Future Augsburg, dem Queerfembündnis Augsburg und den Psychologists for Future auch die Bürgerinitiative gegen Gasbohrungen aus Reichling, die junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bayern und Extinction Rebellion München am Programm beteiligt.
Die Programmpunkte zeigen verschiedene Perspektiven auf die Klimakatastrophe und Erklären, wie die Klimakrise mit Machtstrukturen und Profitgier zusammenhängt. Expert*innen klären über den aktuellen Stand fossiler Projekte auf und diskutieren über Aktionsformen. Jeder Tag wird mit einem bunten Abendprogramm, aktivitischen Filmen und Lesungen abgerundet. Ein Highlight wird die Lesung der Münchner Klimaaktivist*in Lisa Poettinger sein, die aus ihrem Buch “Klimakollaps und soziale Kämpfe” vorliest. Das gesamte Programm ist auf der Website https://2026.klimacamp-augsburg.de/programm aufgeführt.
Eine besondere Motivation für das diesjährige Klimacamp ist das Engagement für den Gasausstieg. “Wir wissen schon lange, das Erdgas eine klimaschädliche Risikotechnologie ist. Weiter auf Erdgas zu setzen zerstört unsere Umwelt, unser Klima und schadet auch unserer Wirtschaft. Doch von der aktuellen Politik der Bundesregierung und insbesondere von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche profitiert vor allem die Erdgas-Lobby” kritisiert Benigna Gruber.
Deshalb fokussiert sich das Programm im Klimacamp am Samstag, 06.06. auf den Ausstieg aus fossilen Energien. Es wird Workshops zum Protest gegen die Gasbohrungen bei Reichling und zum Widerstand gegen die drohende Erweiterung der Erdölbohrungen bei Großaitingen im Landkreise Augsburg geben. Darüber hinaus sollen Diskussionen und Vernetzung zum deutschlandweiten Gasausstieg angestoßen werden. Die Aktivist*innen knüpfen damit an das Protestcamp in Hamm an, auf dem mehrere tausend Klimaaktivist*innen aus ganz Deutschland bei Protesten gegen Gasinfrastruktur erwartet werden.